Mein Werdegang
Mein beruflicher Weg begann in der Industrie: Als Industriemechaniker habe ich Maschinen gebaut und repariert. Diese Zeit hat meinen Blick geprägt – strukturiert, lösungsorientiert und pragmatisch. Bis heute hilft mir das, auch in komplexen Situationen den roten Faden zu behalten und handfest an Lösungen zu arbeiten.
Ein Wendepunkt war mein Zivildienst in einem Suchtbehandlungszentrum. Dort habe ich gemerkt, wie sehr mich die Arbeit mit Menschen interessiert – besonders dann, wenn das Leben gerade schwer ist. Das hat mich motiviert, die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher zu absolvieren.
Nach dem Anerkennungsjahr leitete ich eine familienanaloge Wohngruppe im Schichtdienst und begleitete bis zu sieben Jungen im Alter von 10 bis 20 Jahren. Diese intensive Praxis hat meinen professionellen Anspruch geschärft: klar bleiben, Beziehungen gestalten, Grenzen halten – und dabei zugewandt und verlässlich arbeiten.
Später war ich als Fachbereichsleitung bei einem Jugendhilfeträger tätig. Dort habe ich pädagogische Teams begleitet und Themen wie Kinderschutz, Krisenmanagement, Konzeptentwicklung und die Zusammenarbeit mit Behörden verantwortet. Parallel habe ich in der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) gearbeitet.
Auch heute bin ich weiterhin in der stationären Jugendhilfe tätig – in Settings mit jungen Menschen, die durch sehr hohe Belastungen, komplexe Problemlagen und häufige Beziehungsabbrüche geprägt sind und für Einrichtungen besonders herausfordernd sein können. Diese Arbeit hält mich fachlich nah am Feld und prägt meinen Blick auf Deeskalation, Beziehungsarbeit, Krisen und tragfähige Strukturen im Alltag.
Im Laufe der Jahre habe ich mich konsequent systemisch weiterqualifiziert – u. a. als systemischer Berater und Therapeut, systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut sowie systemischer Supervisor. Ergänzend bringe ich Qualifikationen als Kinderschutzfachkraft und als Anti-Aggressivitäts- und Coolnesstrainer (AAT®/CT®) mit. Diese Kombination prägt meinen Stil: ressourcenorientiert, klar in der Haltung und zugleich praxisnah, wenn es um Deeskalation, Konflikte und emotionale Regulation geht.
Parallel zu meiner Tätigkeit in der stationären Jugendhilfe bin ich freiberuflich tätig und verbinde diese Welten: Ich begleite Einzelpersonen in persönlichen Krisen, unterstütze Paare und Familien, supervidiere Teams und berate Führungskräfte in Organisationen und Unternehmen. Ergänzend biete ich Workshops an – z. B. zu Resilienz, Kommunikation und Konfliktkompetenz. Ein weiterer Fokus ist die Begleitung queerer Menschen – mit einem sicheren, respektvollen Rahmen für individuelle Themen und Entwicklung.
Auch privat kenne ich Familienrealitäten als Adoptivvater. Das erweitert meinen Blick auf Bindung, Alltag und das, was Familien in belastenden Phasen wirklich brauchen – ohne dass private Details Teil der Arbeit werden.
Seit 2025 vertiefe ich meine Praxis zusätzlich durch ein berufsbegleitendes Studium der Sozialen Arbeit.
Was all das verbindet: ein systemischer Blick, eine klare Haltung und ein pragmatisches Arbeiten, das im Alltag funktioniert.
Haltung & Arbeitsweise
In meiner Arbeit – ob Supervision, Therapie, Beratung oder Unternehmensberatung – stehen Respekt, Empathie und Klarheit im Mittelpunkt. Menschen bringen unterschiedliche Geschichten, Stärken und Belastungen mit. Mir ist wichtig, dass Sie sich gesehen fühlen und gleichzeitig Orientierung bekommen: Was ist gerade los? Was hält es aufrecht? Und was ist ein sinnvoller nächster Schritt?
Pragmatisch und vielseitig
Mein Weg vom Industriemechaniker zum systemischen Therapeuten hat mich geprägt: Ich denke strukturiert, suche nach dem, was funktioniert, und bleibe dabei flexibel. Ich arbeite nicht nach „Schema F“, sondern passe Methoden und Tempo an das Anliegen und den Kontext an – damit Veränderung im Alltag wirklich umsetzbar wird.
Systemisch denken, menschlich handeln
Ich betrachte Probleme im Zusammenhang von Beziehungen und Rahmenbedingungen – in Familien, Teams oder Organisationen. Gleichzeitig bleibt es für mich immer konkret: Es geht um Kommunikation, Rollen, Grenzen, Vertrauen und tragfähige Lösungen. Systemisch zu arbeiten heißt für mich nicht Theorie, sondern wirksame Praxis.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Ich verstehe mich als Begleiter, der einen sicheren Rahmen schafft und gleichzeitig ehrlich und klar ist. Wir arbeiten partnerschaftlich: Sie bringen Ihre Erfahrung und Ihr Ziel mit, ich Struktur, Perspektiven und passende Methoden. So entstehen Lösungen, die zu Ihnen passen – und die auch langfristig tragen.
Professionalität und Diskretion
Vertraulichkeit ist für mich selbstverständlich. Ich arbeite sorgfältig, transparent und mit einem hohen professionellen Anspruch – damit Sie sich sicher fühlen und Entwicklung möglich wird.
Ich bin Mitglied der Systemischen Gesellschaft (SG) und orientiere mich in meiner Arbeit an deren ethischen und fachlichen Standards.